Endlich - nach eineinhalb Jahren Vorfreude, Planen, Vorbereiten, Abklären ist es soweit:
Wir haben unsere Koffer gepackt, die Hunde sind geimpft, beim National Dog Registry in den USA angemeldet, die Gesundheitszeugnisse sind besorgt, die Vari-Kennels angeschrieben. Im Flughafen Kloten ist das Bodenpersonal sehr verständnisvoll. Wir müssen die beiden Hunde erst kurz vor dem Abflug abgeben. Yaska hat Beruhigungstabletten bekommen und Gemy, die schon Flugerfahrung hat, nur etwas Bachblüten und Homöopathie. Im Flugzeug erkundigen wir uns sofort, ob die Hunde auch wirklich an Bord sind. Nun gilt es viele Stunden zu warten. Ein mulmiges Gefühl bleibt trotz reibungslosem Ablauf zurück. Wird alles gut gehen?

Auch bei der Ankunft in L.A. klappt alles bestens. Nachdem wir die Passkontrolle hinter uns gelassen haben, warten unsere Vierbeiner schon beim Zoll auf uns. Ein glückliches Wiedersehen!. Unsere beiden Hundemädchen sind erstaunlich fit und aufgestellt und natürlich froh, nach 12 Stunden Flug wieder bei uns zu sein. Schnell lassen wir den Zoll hinter uns. America - here we are!


Probleme gibt es schliesslich nur mit dem Hotel. Bereits im voraus haben wir für die erste Nacht in Los Angeles ein Hotel reserviert, bei welchem Hunde erlaubt sein sollen. Doch da angekommen heisst es: Sorry, no pets! All unsere Versuche, doch noch bleiben zu können, scheitern. Das Personal findet für uns dann ein Hotel, wo wir die Hunde mitehmen dürfen.

Am nächsten Tag holen wir unser Motorhome ab. Dann geniessen wir - vor der grossen Reise - ein paar Tage Erholungs- und Angewöhnungszeit auf einem Campingplatz mitten in L.A. Wir müssen ja auch noch alles einkaufen, was man für sechs Wochen Ferien so braucht.

Vom generellen Leinenzwang in den USA waren wir informiert. Allerdings haben wir von meiner dort lebenden Schwester auch erfahren, dass man Hunde in den meisten Stadtparks frei laufen lassen kann. Wir sind dann aber doch sehr von der Hundefreundlichkeit der Amerikaner überrascht. Nicht ein ein böses Wort bekommen wir zu hören. Im Gegenteil, immer wieder erhalten wir Komplimente, wie gut erzogen die beiden sind.

Leider sind Hunde in Restaurants verboten, doch ein paar Mal werden für uns Ausnahmen gemacht und wir dürfen Yaska und Gemy mit in die „Gartenwirtschaft“ nehmen. Meist holen wir mittags „Fast-Food“ und essen im oder ums Wohnmobil. Abends, wenn es kühl genug ist, können wir die zwei auch alleine warten lassen und ins Restaurant gehen.

Aber wer hätte gedacht, wie es schüttelt und lärmt in einem fahrenden Wohnmobil ! Zum Glück sind Raphi und ihr Mann Steph schon erfahrene Motorhome-Fahrer, die wissen, was wie und wo befestigt werden muss, damit während der Fahrt keine Tassen u.ä. durch die Luft fliegen. Yaska, Gemy und ich haben uns schnell eingewöhnt, und die Hundis schlafen meist während der Fahrt. Schnell erkämpft sich jeder der Hunde einen Stammplatz: Gemy am Boden zwischen den beiden Sitzen und Yaska entweder bei mir auf der Couch oder vorne auf Raphi‘s Knien. Manchmal teilen sie sich auch den knappen Platz zwischen den Vordersitzen, da es nämlich der ruhigste Punkt im ganzen Motorhome ist.

Unsere Reiseroute führt uns von Kalifornien aus über Utah, Colorado, Wyoming hinauf in den Yellowstone National Park. Weiter geht’s über Washington nach Oregon und schliesslich wieder nach Kalifornien, wo wir in San Luis Obispo noch eine Woche „Ferien in den Ferien“ machen. Auf unserer Reise erleben wir hochsommerliche Temperaturen im Süden und auch Schnee und Kälte im Norden. Mehr Abwechslung können wir uns wirklich nicht wünschen.

Damit Yaska und Gemy trotz langer Fahrt genügend Auslauf bekommen, halten wir immer wieder an Orten, wo uns ein Stadtpark zum Spielen mit unseren Hunden einlädt. Leider können wir in den meisten National Parks keine Wanderungen machen, da dort die Hunde nur auf Parkplätzen erlaubt sind. Meistens ist das Wetter aber so angenehm, dass wir sie auch mal allein lassen können, um eine Sehenswürdigkeit zu besichtigen. Doch sind uns unsere vierbeinigen Kolleginnen wichtiger als unser Vergnügen und wir organisieren die Reise auf die Hunde ausgerichtet. In Oregon z.B. sind Hunde auch ohne Leine am Strand erlaubt, weshalb wir den Aufenthalt in diesem Staat verlängern, der Küste entlang fahren und es richtig geniessen.

Leider gehen die Ferien viel zu schnell dem Ende entgegen und schon stehen wir wieder in L.A. am Flughafen. Schlussendlich landen wir alle gesund und munter in Kloten und werden dort von unseren Familien erwartet.

Eine erlebnisreiche und unvergessliche Reise ist zu Ende.

Bea & Yaska

Raphi, Steph & Gemy

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